Woop-Methode - Frau bläst Seifenblasen

Die WOOP-Methode: Nur noch 4 Schritte bis zum Ziel

Optimisten haben es einfacher im Leben, spazieren luftig locker durch die Welt und glauben immer, dass alles gut wird.

Wohingegen wir die Pessimisten als Schwarzmaler ansehen, welche immer nur die Herausforderungen, Probleme und negativen Dinge im Leben registrieren.

Auf den ersten Blick würde natürlich jeder von uns gerne zu der ersten Gruppe, den Optimisten, gehören.

Keiner möchte über sich selbst hören, dass er die Dinge zu pessimistisch sieht.

Aber wie bei so vielen Sachen im Leben gilt: Die Mischung macht’s!

Die deutsche Psychologin Gabriele Oettingen forscht seit über 20 Jahren zu den Themen Zukunftsdenken und Selbstregulation und hat in ihrem Buch „Die Psychologie des Gelingens“* eine Methode vorgestellt, die beides vereint und dir somit hilft deine Wünsche zu verwirklichen.

Sie geht sogar so weit zu sagen, dass purer Optimismus die Menschen daran hindert ihre Ziele zu erreichen – ein satter Dämpfer für alle Optimisten.

Die Gegenüberstellung von deinen Wünschen zu den möglichen Herausforderungen, die sich dir in den Weg stellen könnten, hilft dir dabei ein mentales Kontrastprogramm zu entwickeln.

Was steckt in der WOOP-Methode?

Woop-Methode - Frau schwarzes Kleid Fluss
Fotocredit: Sonnie Hiles on Unsplash

Diese Übung kannst du ganz einfach nur im Kopf oder auch gerne schriftlich durchführen.

Also los geht’s – Die vier Buchstaben der Abkürzung WOOP stehen für:

#1 Wish (Wunsch)

Zuerst beginnst du damit deinen Wunsch zu definieren.

Hier darfst du ruhig groß denken, dein Wunsch darf schon herausfordernd sein und dir auch ein bisschen Angst einjagen, denn wir wollen im Leben ja schließlich auch wachsen.

Er sollte allerdings auch realistisch und erfüllbar sein.

#2 Outcome (Das bestmögliche Ergebnis)

Was ist das bestmögliche Ergebnis, das du damit erzielen kannst?

Was wäre dann?

Wie würdest du dich fühlen?

Was hätte sich für dich verändert?

Sei gerne sehr spezifisch, wenn du dir das Ergebnis vorstellst. Lass das Bild in deinem Kopf so groß und bunt wie möglich werden.

#3 Obstacle (Mögliche innere Hindernisse)

Welche möglichen inneren Hindernisse könnten sich auf deinem Weg auftun?

Was könnte dich davon abhalten?

Hast du z.B. irgendwelche Ängste, innere Blockaden, Hemmungen etc..

Definiere genau, was ein mögliches inneres Hindernis von dir sein könnte, das sich dir in den Weg stellen könnte.

Hier ist es wichtig, dass du ein inneres Hindernis benennst, auf das du einen Einfluss hast. Denn auf äußere Hindernisse können wir nicht immer Einfluss nehmen.

#4 Plan

Nun überlege dir, was du tun könntest, wenn dieses Hindernis auf deinem Weg auftauchen wird.

Welche Handlung könntest du tätigen, um dieses Hindernis zu überwinden?

Welche Gedanken könntest du nutzen?

Welche Affirmationen?

Entwerfe einen Schlachtplan, der dir dabei helfen wird diese möglichen Hindernisse zu überwinden.

Was du bei der WOOP-Methode beachten solltest

Nach Gabriele Oettingens Aussage ist es wichtig die Reihenfolge einzuhalten.

Stellst du dir z.B. zuerst das mögliche Hindernis vor und dann den Wunsch, funktioniert das Ganze schon nicht mehr.

Und ansonsten?

Üben, üben, üben!

Das Tolle an der Methode ist, dass du sie für alle möglichen Lebenslagen anwenden kannst, sei es beruflich oder privat, finanziell oder für deine Partnerschaft.

Wie funktioniert die WOOP-Methode?

WOOP verbindet den Wunsch, das Ergebnis, das Hindernis und den Plan in unserem Kopf, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.

Das wiederum steigert unsere Energie und hilft uns dabei bessere Leistung in der Umsetzung unserer Ziele zu erbringen.

Dieser automatisierte Prozess hilft uns zeitgleich dabei motivierter und selbstständiger durch das Leben zu gehen. 

Auf der gleichnamigen Webseite zur Methode heißt es: „Wenn du die WOOP-Methode lernst und nutzt, lernst du klare Entscheidungen zu treffen, aktiv zu handeln, zwischenmenschliche Beziehungen zu knüpfen und zu vertiefen und im Kontakt mit der Welt motivierter und engagierter zu sein“.

Was kann die WOOP-Methode noch?

Laut Gabriele Oettingen ist die Methode „wie ein Schweizer Taschenmesser“.

Was das bedeutet?

So kann die Methode dir z.B. dabei helfen deine Wünsche zu erkennen, genauso aber auch dich von ihnen zu lösen oder zu realisieren, dass sie dir vielleicht doch nicht so wichtig sind.

Wenn du dich z.B. eingehend mit einem Wunsch auseinandersetzt – die Vor- und Nachteile siehst, die Herausforderungen, den Weg, den du auf dich nehmen musst, um ihn zu bekommen etc. – so kann dir dabei auch bewusst werden, dass dieser Wunsch vielleicht doch nicht so wichtig für dich ist.

Manchmal erkennen wir auch durch diese Methode, dass es innere Hindernisse gibt, die viel zu groß sind bzw. dass wir noch nicht bereit sind diese zu überwinden.

Diese Erkenntnis kann uns dabei helfen Wünsche loszulassen.

Genauso kann dir die Methode aber auch dabei helfen die Wünsche zu erkennen und zu verfolgen – Die positive Visualisierung deiner Zukunft beeinflusst deine Handlungen. Und indem du dich mit den Herausforderungen schon vorab auseinandersetzt, spornt dich das an diese zu überwinden.

Zumal du nun einen Plan in der Tasche hast und sie dich somit auch nicht mehr so leicht überraschen oder überrumpeln können.

Eine wichtige Rolle hierbei spielt auch die Sprache, wir sprechen von Herausforderungen, nicht von Problemen – denn Herausforderungen kann man meistern!

Fazit

Eine psychologisch erprobte Methode, die aus lediglich 4 Schritten besteht, um deine Wünsche zu erfüllen.

Hört sich fast zu gut an, um wahr zu sein.

Allerdings glaube ich kaum, dass 20 Jahre Forschung da so falsch liegen können.

Indem wir uns mit dem auseinandersetzen, was wir wirklich wollen (unser Wunsch), aber auch unseren gesunden Menschenverstand einschalten und überlegen, was uns daran hindern könnte, schaffen wir die perfekte Mischung, um Großes zu erreichen.

Und wie hat Alfred Adler so schön gesagt: „Folge deinem Herzen. Aber vergiss dabei nicht, dein Hirn mitzunehmen.“

In diesem Sinne wünsche ich dir, dass du deinem Herzen folgst und all deine Wünsche erfüllst, denn Wünsche sind ja schließlich dazu da, um erfüllt zu werden!

Deine Julie  

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