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Durchhaltevermögen: Gib alles – nur nicht auf!

Kennst du das auch manchmal? Du hast ein Ziel, ein Traum und hast losgelegt, aber so auf halber Strecke fragst du dich, ob das wohl wirklich so eine gute Idee gewesen ist.

Ob die ganze Sache wohl wirklich ihre Mühe und Anstrengung wert ist?

Was ist, wenn du scheiterst oder gar deine ganze kostbare Zeit umsonst in dieses Projekt investiert hast?

Selbstzweifel machen sich in dir breit und du bist kurz davor alles hinzuschmeißen.

So ziemlich jeder von uns kennt dieses Gefühl von Selbstzweifel und war bestimmt schon das ein oder andere Mal kurz davor aufzugeben.

Was diejenigen, die ihre Träume verwirklicht haben von jenen, die es einfach aufgegeben haben trennt ist das Durchhaltevermögen.

Gerade große Träume erfordern einen langen Atem.

Wie du dir diesen Atem behälst, damit dir nicht auf halber Strecke die Luft ausgeht, das erfährst du in diesem Post.

Aber zunächst einmal geht es um die Frage: Warum geht eigentlich so vielen unterwegs die Luft aus?

Mangelndes Durchhaltevermögen: Warum so viele Menschen aufgeben

Mangelndes Durchhaltevermögen - Frau, Geländer, Parkplatz
Fotocredit: Brooke Cagle on Unsplash

Genauso wie es genug gute Gründe dafür gibt an einer Sache, die einem wirklich wichtig ist dranzubleiben, so gibt es für viele Menschen auch Gründe es doch eben sein zu lassen und aufzugeben.

Manchmal ist man wirklich nur ein Steinwurf von seinem Ziel entfernt. Da man aber nie weiß, wann genau der Erfolg eintritt, geht vielen auf dem Weg die Puste aus. Sie denken, dass es den ganzen Aufwand und die vielen Opfer, die sie erbringen müssen, nicht wert sei.

Also zerreden sich viele ihre Träume und Ziele (oder lassen sie sich zerreden), um dann ein weniger schlechtes Gewissen zu haben, wenn sie alles hinschmeißen.

Hier sind ein paar Gründe, warum viele Menschen unter mangelndem Durchhaltevermögen leiden und zu früh aufgeben: 

#1 Es wird schwierig

Einer meiner Lieblingssprüche zum Thema Veränderung lautet: Am Anfang ist es schwer, chaotisch in der Mitte und wunderschön am Ende

So ist es meist einfach.

Man startet voller Motivation und Ehrgeiz mit einer neuen Sache. Doch nach einiger Zeit, merkt man, dass das gar nicht so läuft, wie man sich das vorgestellt hat.

Es kostet viel mehr Zeit, Kraft und Geduld als erwartet.

Teilweise warten lange Durststrecken auf einen, sowie einige Rückschläge.

So schwierig hatte man sich das nicht vorgestellt – dann doch lieber zurück in die Komfortzone, wo man genau weiß, was einen erwartet.

#2 Schnelle Erfolge

Im Netz erhalten Beiträge wie z.B.: Wie du in einer Woche 7 kg verlierst; Wie du über Nacht zum Millionär wirst oder Wie du in einem Monat 10.000 € verdienst die meisten Klicks.

Viele suchen nach einem schnellen Weg, um mit möglichst wenig Aufwand einen möglichst hohen Erfolg zu erzielen.

Leider geht das Ganze nicht so einfach – alles braucht seine Zeit.

Hinter so Erfolgsgeschichten von Menschen, die z.B. 50.000 € im Monat verdienen stecken meist jahrelange harte Arbeit, viel Einsatz, Selbstdisziplin, ein starkes Durchhaltevermögen und eine Menge Rückschläge.

Aber sowas möchte man natürlich nicht hören – dann lieber die Erfolgsstories, in denen das Ganze über Nacht kam, ganz ohne Mühe.

Sobald allerdings klar wird, dass diese schnellen Erfolge nur eine tolle Verkaufsgeschichte sind, lässt die Motivation und das Bedürfnis einen großen Traum zu verfolgen ganz schnell nach – zu viel Aufwand und Mühe.

#3 Vom Mut verlassen

Neue Wege zu gehen, bei denen man nicht weiß, was einen erwartet, erfordert Mut.

Je nachdem wie groß die Hürden sind, die man für seinen Traum in Kauf nehmen muss, kann einem das eine ganz schöne Angst einjagen.

Gründe hierfür können z.B. ein großer Kredit, ein Ortswechsel oder ein kompletter Neuanfang sein.

Da kann einen schon mal ganz schnell der Mut verlassen und man fragt sich, ob es die ganze Sache wohl wert sein wird.

Wird die Stimme der Angst im Kopf lauter, als die des Mutes, so lassen es die meisten sein und drehen hier lieber wieder um.

#4 Nicht an sich selbst glauben

Je mehr Durststrecken, Steine und Herausforderungen einem auf dem Weg begegnen, desto eher beginnt man damit sich selbst und seine Idee in Frage zu stellen – Selbstzweifel machen sich so langsam breit.

Ob das wirklich eine gute Idee war?

Der Glaube an sich selbst ist einer der stärksten Antreiber und Motivationsfaktoren, den wir haben können.

Fällt dieser weg, so verliert man auch ganz schnell den Glauben an die Sache.

#5 Auf die Neinsager hören

Egal welche Idee, welches Ziel oder welchen Traum man hat, es wird immer Menschen geben, die versuchen werden es einem auszureden.

Warum?

Da gibt es mehrere Gründe z.B.

  • weil das eine Nummer zu groß für sie ist und sie selbst Angst davor haben, auch wenn es sie nicht wirklich betrifft
  • um den anderen vor eventuellen Misserfolgen zu schützen
  • oder aber auch, weil sie eventuell bereits einmal ihre Träume aufgegeben haben und wenn jemand anders es jetzt schaffen würde, bedeutet das im Umkehrschluss für sie, dass sie auch die Möglichkeit gehabt hätten

Es gibt zahlreiche Gründe, warum die Menschen so handeln wie sie es tun.

Wichtig ist nur, dass man sich bewusst macht, dass das ihre Ängste sind und nicht seine eigenen und dass man diese Ängste nicht auf sich überträgt.

Man merkt ja meist ganz schnell, ob man mit jemand etwas teilen kann oder ob man da auf Gegenwehr stößt.

Ich bin grundsätzlich der Überzeugung, dass man nicht versuchen sollte Leute von sich und seiner Idee zu überzeugen (außer es betrifft sie direkt mit). Man selbst muss daran glauben, das reicht für den Anfang. 

Was passiert, wenn du aufgibst?

Wenn du dich dafür entscheidest aufzugeben, dann speichert dein Gehirn diese Informationen für die Zukunft.

Die Folgen?

Was wäre wenn?

Wenn es sich hierbei um eine Sache handelt, die dir wirklich am Herzen lag, ein Traum oder ein Ziel, dann wirst du dir nach einer gewissen Zeit die Frage stellen: Was wäre gewesen, wenn ich es doch weiter versucht hätte?

Oft reagiert unser Kopf dann damit, dir weiß machen zu wollen, dass es ja eh nicht geklappt hätte – zurück bleibt dann deine Gegenfrage: Und was wäre wenn doch? 

Diese Frage verfolgt viele Menschen ein Leben lang – die Antwort darauf werden sie jedoch nie finden.

Demotivation

Jedes Mal, wenn du einen neuen Versuch starten möchtest, hängt ein schattiges graues Wölkchen über dir, das dir zuflüstert – das letzte Mal hat es auch nicht geklappt.

Und beim ersten kleinen Rückschlag, werden wir an unseren letzten Versuch erinnert und daran, dass das genauso begann.

Wir erkennen ein Muster welches uns zu folgendem Entschluss bringt: Das kann gar nicht klappen.

Was wiederum zur Folge hat, dass du weniger bereit sein wirst neue Dinge auszuprobieren.

Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl

Natürlich bekommt unser Selbstvertrauen und unser Selbstwertgefühl auch eine ganz schöne Schramme ab.

Wir verlieren wieder ein Stück weit Vertrauen in uns selbst und unsere Fähigkeiten.

Unser Selbstwertgefühl sinkt – ja wir fühlen uns sogar teilweise wie Versager.

Die Kirsche auf der Torte ist, wenn dich dann noch einer der Neinsager fragt: „Na, hat wohl nicht geklappt?“

Kopfhängend und bedröppelt ziehen wir uns dann zurück in unser Mauseloch.

Durchhaltevermögen stärken: Die besten Tipps

Durchhaltevermögen stärken: Blondine auf Parkplatz, Blue Jeans
Fotocredit: Brooke Cagle on Unsplash

Jetzt aber mal Schluss mit den Geschichten vom Aufgeben, denn du bist ja bestimmt hier, weil du wissen möchtest, wie du dein Durchhaltevermögen steigern kannst und bist bereit deinen Traum anzugehen.

Die Tipps sind kurz und einfach, aber sehr effektiv. Also los geht’s!

#1 Kenne dein Ziel

Ein klares Ziel vor Augen macht es uns so viel einfacher.

Wenn du genau weißt, was du willst, dein Warum dazu kennst und voll und ganz dahinterstehst, dann wird es das Ganze so viel einfacher für dich machen.

Wenn du dir ein starkes und klar definiertes Ziel gesetzt hast, mit einem starken Warum dahinter, dann beginne im nächsten Schritt damit dir Teilziele zu setzen.

Kleine Zwischenschritte helfen uns dabei am Ball zu bleiben und regelmäßig Erfolge zu erzielen, was wiederum motiviert und unser Durchhaltevermögen stärkt.

Visualisiere deine Ziele täglich.

Wenn du ein visueller Typ bist, kann ich dir nur empfehlen dir ein Vision Board zu erstellen.

Zum einen macht das super viel Spaß und zum anderen hast du deine Ziele somit tagtäglich bildlich vor deinen Augen.

#2 Bereite dich auf den Wellengang vor

Motivationsschwankungen und Rückschläge gehören einfach zu großen Träumen dazu.

Deswegen ist es von Anfang an hilfreich diese zu akzeptieren, wenn sie kommen und sich davon nicht abschrecken zu lassen.

Im Gegenteil: Nimm sie dankend an als Lehrer oder Hinweis, wie es nicht funktioniert und dann mach es beim nächsten Mal besser.

Mir fällt zu diesem Thema immer Thomas Edison ein, der fast 9.000 Versuche unternahm, bis die Glühbirne auf dem Markt war.

Und als ein Mitarbeiter nach dem 1000-sten Versuch zu ihm meinte, dass sie gescheitert seien, sagte er nur entspannt: „Ich bin nicht gescheitert. Ich kenne jetzt 1.000 Wege, wie man keine Glühbirne baut.“

Wie im normalen Leben, so ergeht es uns auch auf dem Weg zu unseren Träumen. Es gibt Hochs und Tiefs, die mal etwas schwächer und mal etwas stärker sind.

Stell dich darauf ein, dass dir Steine in den Weg gelegt werden, Herausforderungen auf dich zukommen und du eventuell vom Weg abkommst.

Das alles ist kein Problem, solange du wieder aufstehst, dir den Staub abklopfst und weitergehst!

#3 Suche dir Unterstützung

Umgebe dich mit Gleichgesinnten.

Wir haben irgendwie immer das Gefühl, dass wir die einzigen sind denen es auf der Welt so geht, bis wir auf Gleichgesinnte treffen die genau dasselbe erlebt haben.

Vielleicht wirst du sie nicht gleich in deinem näheren Umkreis finden, aber glücklicherweise gibt es ja noch das Internet.

Du wirst sehen, dass es wahrscheinlich ganz vielen Leuten genauso geht wie dir, egal um welches Thema es sich dabei handelt.

Wenn man das Gefühl hat nicht allein zu sein und zudem noch ein paar unterstützende und aufmunternde Worte findet, so ist das doch das Beste, was einem auf dem Weg passieren kann.

Egal welches Thema es ist, du wirst nie damit allein dastehen – dazu sind wir einfach zu viele Menschen auf der Welt.

#4 Selbstreflexion

Nimm dir Zeit, um in Ruhe eine Selbstreflexion durchzuführen und zwar am besten schriftlich.

Was waren deine bisherigen Erfolge auf dem Weg? Notiere dir jeden einzelnen, um sie dir bewusst vor Augen zu halten.

Hat etwas nicht geklappt oder bist du vom Weg abgekommen? Nun dann reflektiere, was dich dazu gebracht hat vom Weg abzukommen und überlege dir gleichzeitig, was du das nächste Mal tun kannst, damit du dich nicht von deinem Weg abbringen lässt.

Erfolg hat, wer jeden Tag einen kleinen Schritt nach vorne geht.

Welchen Schritt gehst du heute?

#5 Verpflichte dich

Verpflichte dich dir selbst gegenüber für deine Ziele und Träume einzustehen.

Manche gehen sogar soweit, dass sie ein Schriftstück aufsetzten: Hiermit verpflichte ich, (dein Name), mich dazu (dein spezifisches Ziel mit Deadline) zu erreichen/umzusetzen/etc..

Das mag sich im ersten Moment vielleicht etwas komisch anhören, hilft dir aber dabei dir selbst gegenüber ein Versprechen abzunehmen.

Wenn uns andere ein Versprechen abnehmen, dann geben wir alles dafür, um dieses auch einzuhalten, auch wenn unsere Bedürfnisse dafür warten müssen.

Genauso ernst solltest du auch das Versprechen an dich selbst nehmen – Verpflichte dich dir selbst gegenüber für deine Ziele und Träume einzustehen.

Sei es dir wert und lass keine Ausreden gelten!

Und solltest du doch einmal ins Straucheln kommen, dann kannst du ja immer noch deine Verpflichtungserklärung hervorholen und dich selbst fragen, ob du das Versprechen an dich selbst wirklich brechen möchtest.

Durchhaltevermögen – Das Fazit

Gib alles, aber gib nicht auf! Nicht, wenn es wirklich dein Traum ist.

Klar werden uns manchmal Steine in den Weg gelegt und natürlich läuft nicht immer alles nach Plan. Aber das Durchhaltevermögen ist das, was die Spreu vom Weizen trennt und die Leute, die ihre Ziele und Träume verwirklichen von denen, die es nicht tun.

Also triff eine Entscheidung, zu welcher Seite du gehören möchtest.

Keiner hat gesagt, dass es einfach wird. Aber sind nicht auch die Dinge für die wir wirklich alles geben mussten auch die Dinge, die wir hinterher am meisten zu schätzen wissen?

Wie hat Albert Einstein so schön gesagt: „Gib das, was dir wichtig ist nicht auf, nur weil es nicht einfach ist!“

Du hast es in der Hand und ich wünsche dir ganz viel Erfolg dabei.

Deine Julie

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