An sich selbst glauben

An sich selbst glauben: Wie deine innere Einstellung dein Leben verändert

Machen wir uns nichts vor – aller Anfang ist schwer.

Wenn du etwas Neues startest, so wie ich z.B. meine Selbstständigkeit, dann ist da natürlich viel Begeisterung, Euphorie und Freude dabei.

Du brennst für deine Sache, weißt, dass es genau das Richtige für dich ist und gibst 100%.

Und dann geht die Achterbahnfahrt los.

Mal ganz abgesehen von den Neinsagern, die sich von Beginn an um dich zu tummeln scheinen und versuchen dir zu erklären, wie etwas das sie selbst noch nie im Leben ausprobiert haben bzw. wovon sie nicht die geringste Ahnung haben auf gar keinen Fall funktionieren wird.

Du hast wunderbare Tage, an denen es wie am Schnürchen läuft. Und es gibt Tage, an denen so ziemlich alles schiefgeht, was nur schiefgehen kann.

Die wunderbar grüne Oase, nach der man sucht lässt lange auf sich warten und alles, was dir der Anfang bietet, ist eine sehr, sehr lange Durststrecke.

Selbstzweifel machen sich langsam bemerkbar, gepaart mit den Neinsagern die zwischendurch immer wieder mal fragen: „Na, schon erfolgreich?“.

„Man muss an sich selbst glauben, das ist das Geheimnis“, sagte Charlie Chaplin.

Und ich kann ihm nur voll und ganz zustimmen.

Wenn du einen Traum hast und diesen verwirklichen möchtest, dann ist es leider nur ganz selten, dass alles nach Plan läuft. Das ist eben nun mal so.

Das Leben testet dich immer wieder aufs Neue.

Aber egal durch welches dunkle Dickicht du kriechen musst, egal in wie viel Schlammpfützen du tapst und egal wie oft du hinfällst und dich wieder aufraffen musst – eins hilft dir immer wieder hoch und das ist der Glaube an dich selbst und daran dass du es wirklich schaffen kannst.

Warum so viele Menschen nicht an sich selbst glauben

Warum so viele Menschen nicht an sich selbst glauben
Fotocredit: Patrick Hendry on Unsplash

Der Glaube an sich selbst hat etwas mit einem gesunden Selbstvertrauen zu tun.

Leider ist das bei vielen Menschen Mangelware.

Der Grundstein hierzu wird, wie bei so vielem, in der Kindheit gelegt. Das bedeutet jedoch nicht, dass man es im Nachhinein nicht noch verändern könnte.

Jedes Mal, wenn du dich einer Herausforderung stellst, mag diese noch so klein sein, und du sie meisterst, steigert das dein Selbstvertrauen.

Jeder noch so kleine Erfolg summiert sich.

Wichtig ist hierbei, dass die Erfolge und gemeisterten Herausforderungen notiert werden. Oft nehmen wir kleine Herausforderungen und Erfolge als selbstverständlich wahr und vergessen sie schnell wieder. 

Ein weiterer Grund meiner Meinung nach ist, dass das ’nicht an sich selbst glauben‘ der bequemere Weg ist.

Hallo Komfortzone – hier bin ich!

An sich selbst glauben und für sich einzustehen bedeutet manchmal

  • Auf Widerstand stoßen – bei anderen und dem eigenen Ego
  • Dass es viel Kraft und Energie kostet
  • Deinen Traum verteidigen zu müssen
  • Dass dich die Leute auslachen
  • Den Weg eine Zeit lang allein gehen zu müssen

Aus diesem Grund wählen viele den Weg des geringen Widerstandes und bleiben lieber in ihrer Komfortzone.

Vor allen Dingen die Angst, von den anderen ausgeschlossen zu werden ist bei den meisten recht groß.

Meine Frage hierzu: Andere zweifeln an dir? Na und? Das ist ihre Sache, nicht deine. Du musst ihre Gedanken nicht annehmen und solltest sie schon gar nicht zu deinen machen.

Nur weil andere nicht von Anfang an an deine Ideen glauben, heißt das nicht, dass sie wertlos sind.“ Richard Branson

Lass die Leute ruhig über dich lächeln, denn das sind die Leute, die später mit sperrangelweitem Mund dastehen, wenn du es geschafft hast.

Lass die Leute reden, denn das werden sie eh immer tun.

Lesetipp: Komfortzone verlassen: 5 Tipps, wie es dir endlich gelingt

Warum an sich selbst glauben so wichtig ist

Wenn du an dich selbst glaubst und bereit bist den Preis für deinen Traum zu zahlen, dann kannst du einfach alles erreichen – PUNKT.

Wenn du von etwas felsenfest überzeugt bist und daran glaubst, dann strahlst du das auch aus, was wiederum dein Selbstvertrauen und deine Selbstsicherheit stärkt. 

Dein komplettes Auftreten und die Wirkung auf andere verändert sich im selben Moment mit.

Es gibt so viele wunderbare Beispiele auf der Welt, selbst von Leuten, die aus dem Nichts kamen.

Und in den Interviews fallen immer wieder dieselben Sätze wie z.B. „Ich habe an mich geglaubt“ und „Ich wusste, dass ich es schaffen kann.“

Um etwas Großes zu erreichen, musst du erst einmal daran glauben, dass du es schaffen kannst!

Und lass dich jetzt bitte nicht von dem ‚Großen‘ einschüchtern. Was das ‚Große‘ für dich bedeutet, definierst du ganz allein. Sei es

  • Erfolg im Beruf
  • Ein eigenes Unternehmen zu gründen
  • Eine Weltreise zu machen
  • Dir eine eigene Wohnung zu nehmen
  • Ein Haus zu bauen
  • Etc.

Um deine Träume und Wünsche wirklich zu realisieren, brauchst du einen festen Glauben an dich.

Und dieser entsteht leider nicht allzu selten durch schwierigere Zeiten.

Denn wir wachsen nicht, wenn Dinge einfach sind, wir wachsen, wenn wir gefordert werden.

Die Frage ist, wie sehr willst du es wirklich, ein erfülltes, glückliches und erfolgreiches Leben?

Wie weit bist du bereit zu gehen? Wieviel bist du bereit zu geben?

An sich selbst glauben bedeutet nicht nur dann zu glauben, wenn alles einfach ist und der Weg geradeaus geht.

Nein, gerade dann, wenn die Hindernisse kommen, wenn es so aussieht, als würde es gar nicht mehr weitergehen, wenn die anderen nicht oder nicht mehr an dich glauben, gerade dann ist es wichtig, dass du an dich glaubst.

Und wenn du die einzige Person bist, die es tut.

Denn wenn du nicht an dich selbst glaubst, wie kannst du es dann von anderen erwarten, dass sie es tun?

Lesetipp: Selbstvertrauen stärken – 6 wertvolle Tipps und Übungen

An sich selbst glauben – Wünsch dir was

Du kannst dir im Grunde aussuchen, wer du sein möchtest.

Ja, du hast schon richtig gelesen.

Sobald du dir dieses Bild verinnerlichst sendest du ein Signal an dein Gehirn und an dein Unterbewusstsein und die beiden werden alles dafür tun, dass sich dieses Bild verwirklicht.

Viele von uns kennen zwar diesen Effekt, aber leider meist im umgekehrten Sinne.

  • Ich kann das nicht
  • Dazu bin ich nicht gut genug
  • Ich werde das nie schaffen
  • Ja für die anderen ist das möglich, aber für mich nicht
  • Etc.

Wie oft hört man den Spruch: „Wir sind hier nicht bei wünsch dir was“!

Wobei ich mir manchmal denke „Doch, sind wir“.

Du kannst dir eigentlich wünschen was du willst. Die Frage ist dann nur, wie sehr wünschst du es dir, warum und wie weit bist du bereit dafür zu gehen?

Videotipp: Draw your future – TEDx Talks (english only)

An dieser Stelle möchte ich nochmal kurz einen wichtigen Punkt erwähnen: Wünsche, Träume, Veränderungen etc. funktionieren immer genau für eine Person – und zwar für dich selbst.

Versuche nicht jemand anderen zu ändern, zu wünschen, dass er sich ändert oder dass er dir mehr Anerkennung schenkt.

Genau eine Person kannst du beeinflussen und verändern und das bist du selbst.

Alles andere wird dich einfach nur unheimlich viel Zeit und Kraft kosten.

Selbstzweifel

An sich selbst glauben bedeutet nicht, keine Selbstzweifel zu haben.

Ganz und gar nicht.

Selbst die erfolgreichsten Menschen haben manchmal Selbstzweifel.

Sie sehen sie, sie hören sie, sie nehmen sie wahr und dann lassen sie sie weiterziehen.

Der Glaube an dich selbst wächst mit jeder gemeisterten Herausforderung und jedem Erfolg und wird so mit der Zeit immer größer und stärker.

Er wird zu deinem Fels in der Brandung. Und der lässt sich nicht so leicht von einer kleinen Welle des Selbstzweifels wegschubsen!

Jeder von uns hat mal Selbstzweifel, das ist ganz normal. Das Wichtige ist, dass du nicht an diesem Gedanken festhältst und ihn groß werden lässt.

Du bist nicht deine Gedanken. Aber du kannst dazu werden.

Also wenn wir schon denken müssen, warum dann nicht gleich positiv?

An sich selbst glauben – 5 Übungen

#1 Erfolgstagebuch

Notiere dir jeden Tag mindestens einen Erfolg (noch besser 3) in dein Tagebuch, deine Agenda, dein Bullet Journal oder was auch immer du gerade benutzt.

Sehr oft sehen wir unsere Erfolge als selbstverständlich an und vergessen sie schnell wieder.

Aus diesem Grund ist es wichtig, diese täglich zu notieren und sich somit noch einmal zu verinnerlichen, dass wir Erfolge haben und zwar jeden einzelnen Tag.  

Eine wunderbare Möglichkeit bietet hier das Erfolgsjournal von DRANBLEIBEN*. Hier kannst du dich 100 Tage lang auf deine Ziele, deine Erfolge und deine Dankbarkeit fokussieren.

#2 Feier deine Erfolge

Aufschreiben und vor Augen halten ist die eine Sache, um uns unseres Erfolges bewusst zu werden und auch mal zu gegebener Zeit nachschlagen zu können.

Was du aber auch auf keinen Fall auslassen solltest, ist diese Erfolge zu feiern.

Feier dich dafür, gratuliere dir selbst, belohne dich.

Das letztere mag unser Gehirn besonders gerne – Belohnung.

Da ist die Motivation beim nächsten Mal gleich umso größer einen Erfolg zu verbuchen.

Tu dir etwas Gutes und feier deinen Erfolg – jeder noch so kleine Erfolg zählt.

#3 Achte auf deine Sprache

Achte auf deine Sprache und zwar nicht nur im Gebrauch mit anderen, sondern vor allen Dingen mit dir selbst.

Nur viel zu oft hauen wir kleine Sprüche raus wie z.B. „Ich glaube nicht, dass ich das kann“, „Ich glaube nicht, dass das gut geht“, „Ich glaube kaum, dass die mich zum Vorstellungsgespräch einladen werden“, „Das war ja mal wieder typisch, dass mir das passieren musste“.

Der Teufel steckt im Detail.

Je öfter wir so etwas aussprechen, desto eher wird es sich realisieren.

Funktioniert aber auch wunderbar umgekehrt im positiven Sinne.

Um nur mal ganz kurz Pipi Langstrumpf zu zitieren: „Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe“.

Also verwandle lieber ein „Ich glaube nicht, dass ich das schaffen kann“ in ein „Ich glaube, ich kann das schaffen“.

#4 Visualisiere deinen Erfolg

An sich selbst glauben Übung #4: Visualisiere deinen Erfolg
Fotocredit: Eepeng Cheong on Unsplash

Eine sehr starke, mentale Technik, die sich auch die Profi-Sportler zu nutzen machen.

Visualisiere deinen Erfolg.

Male dir innerlich das schönste und größte, das bunteste und prachtvollste Bild aus, wie es sein wird, wenn du diesen Erfolg, den du dir so wünschst (in was auch immer es sein wird) haben wirst.

  • Wie wird es sein?
  • Wie fühlt es sich an?
  • Was für einen Gesichtsausdruck hast du?
  • Wer ist noch da?

Stell dir alles bis ins kleinste Details vor und dann beginne damit dir dieses Bild täglich vor Augen zu führen.

Schließe die Augen und visualisiere dieses Bild jeden einzelnen Tag.

Unser Gehirn kann die Realität nicht von einem gedachten Bild unterscheiden. Es wird dich dabei unterstützen das zu erlangen, was du dir bildlich vorstellst.

Mache dir diese Technik zu Nutze, um dir diesen ‚Traumzustand‘ jeden Tag vor Augen zu führen, bis du ihn erreicht hast.

#5 So tun als ob

Eine wunderbare Methode, die mir zu dem Thema ‚an sich selbst glauben‘ einfällt, ist die ‚So tun als ob‘ Methode.

Dabei tust du so, als wärst du bereits die Person, die du sein möchtest oder als hätte sich die Situation bereits so verändert, wie sie in deinem Wunschzustand sein sollte.

  • Was wäre anders?
  • Was würdest du nun tun?
  • Wie würdest du handeln?

Und nun tu so als ob.

Auch wenn es nur ein Tag ist, ein halber oder auch zu Beginn nur eine Stunde. Tu so, als würdest du bereits an dich glauben.

Und dann handle danach.

Sehr oft wachsen wir bei dieser Methode über uns hinaus. Wir veräppeln uns selbst – „Na eigentlich bin ich ja nicht so, aber gut, für eine Stunde kann ich es ja mal ausprobieren“.

Und du wirst sehen, zu was du wirklich alles in der Lage bist!

Beschütze deinen Traum

Manche Menschen meinen es wirklich nicht böse – sie können einfach nicht anders.

Weil sie es selbst nicht geschafft haben, gescheitert sind oder einfach aufgegeben haben, möchten sie dich davor beschützen, dass dir dasselbe passiert.

Im Grunde meinen sie es eigentlich nur gut mit dir.

Hinzu kommt: Wenn du es wirklich schaffst, bedeutet das für sie im Umkehrschluss, dass auch sie es hätten schaffen können, wenn sie einfach weitergemacht hätten, noch mehr gegeben hätten oder einfach nochmal von vorne begonnen hätten.

Und wer gibt so etwas schon gerne zu?

Da ist es doch viel einfacher zu sagen, dass es unmöglich ist.

Aber lass dich davon nicht beirren.

Es gibt so viele Menschen auf der Welt, die ihre Wünsche und Träume realisiert haben, also warum solltest ausgerechnet DU es nicht auch schaffen können?

Eben, darauf fällt mir auch keine plausible Erklärung ein. 🙂

Beschütze deinen Traum, teile ihn nicht mit jedem, versuche die Leute nicht davon zu überzeugen, dass es klappen wird.

Du musst davon überzeugt sein, sonst keiner.

Keiner hat es so gut auf den Punkt gebracht wie Will Smith in der Schlüsselszene von „Das Streben nach Glück„.

An sich selbst glauben – Das Fazit

An sich selbst glauben bedeutet ein gutes Selbstvertrauen zu haben – in sich selbst, seine Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Ein gutes Selbstvertrauen kann man aufbauen, stärken und vergrößern.

Wenn der Glaube an dich selbst also noch nicht so stark ist, kannst du es immer noch lernen und deine Geschichte verändern.

Es ist nie zu spät und selten zu früh damit zu beginnen.

Das Leben testet dich ständig aufs Neue.

Geh weiter! Mach weiter! Und beginne endlich damit an dich und deine Träume zu glauben.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg dabei.

Deine Julie

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Mandy
18 Tage zuvor

Julie, danke! Der Beitrag war wieder toll und trifft genau den Punkt. Genau der Mutmacher, den ich jetzt brauche.